
Flughäfen scheinen immer mehr auch in das Blickfeld von Finanzanlegern zu geraten. Nachdem die
Fraport als erster deutscher Flughafen an die Börse gebracht wurde und als Unternehmen immer stärker expandiert, gerät nun auch die
British Airport Authority in das Blickfeld von Finanzanlegern. Wie die
FAZ berichtet, beabsichitgt die spanische Ferrovial eine Übernahme der BAA, die unter anderem den größten europäischen Flughafen London Heathrow betreibt. Prompt werden britische Politiker nervös, denn ähnlich wie Fluggesellschaften gelten auch die Flughäfen als nationale Symbole und noch dazu als strategische Unternehmen, die nicht in "fremde Hände" gelangen können. Und so werden bereits Zweifel an der Investitionsfähigkeit von Ferrovual gestreut.
Tatsache ist jedoch, dass auch Flughäfen Anlageobjekte sind. Dem nationalen Gesetzgeber ist es sicher ausreichend möglich, die strategische Bedeutung in ausreichendem Maße zu sichern und die Kontrolle über die Flughäfen zu behalten. Im Gegensatz zu Produktionsunternehmen und Dienstleistern können sie schließlich nicht einfach verlagert werden, sondern sind und bleiben standortgebuden.