Saturday, April 22, 2006

Billig ist günstig, nicht billig


Da die low cost carrier den etablierten Airlines zunehmend das Leben schwer machen, ist hinreichend bekannt. British Airways hat sich lange dagegen gewehrt, diesem Trend selbst nachzugeben. Das "Billigsegment" war jedoch gescheitert und deshalb wurde BA connect für den Europadienst ins Leben gerufen.

Und nun gib BA bekannt, dass es auch direkt die Ticketpreise um rund die Hälfte senkt. So sollen Kunden gewonnen werden, die nicht nur für den europäischen Liniendienst wichtig sind. Sondern auch im transkontinentalen Verkehr braucht man Kunden, wenn hier der low cost eigentlich noch keine Rolle spielt.

Das aber billig nicht immer wirklich günstig ist, zeigen viele Beispiele. So werden bei den Werbeaktionen Flughafengebühren nicht ausgewiesen und machen das "Fliegen zum Taxipreis" nicht unbedingt zum wirklich Vergnügen. Da fliegt der preisbewußte Kunde manchmal nach einem Preisvergleich doch günstiger mit einer etablierten Airline - und bekommt noch einen Drink dazu.

Tuesday, April 18, 2006

Sponsorship auf Spitzenniveau


Auch die FIFA ist auf den Geschmack gekommen. Die Premiumairline Emirates wurde von der FIFA als einer von sechs Hauptsponsoren für die FIFA-Weltmeisterschaften 2010 in South Africa und 2014 in Latin America gewonnen. Emirates wird hier das Produktfeld Fluggesellschaft und Passagierservice abdecken. Der Präsident von Emirates, Sheikh Ahmed bin Saeed Al-Maktoum dazu in der Khaleej Times: "We believe sport is an ideal vehicle to communicate with our passengers an football is a perfect platform for us to share and enjoy their passion and commitment."
Bereits für die FIFA-Weltmeisterschaften 2006 in Deutschland zählt die Fluggesellschaft zu einer der offiziellen Carrier. Ab 2007 wird sie damit bevorrechtigter Partner der FIFA.

Emirates ist die Fluggesellschaft des Emirates Dubai. Gemeinsam mit Etihad - die Fluggesellschaft des Emirates Abu Dhabi - bildet sie eine der Hauptstützen für den Aufschwung der Golfemirate. Emirates zählt weltweit zu den am schnellsten wachsenden Airlines und wurde in den Stand einer Premiumairline gehoben. Eng arbeitet sie mit Star Alliance zusammen, ohne jedoch dort bereits Mitglied zu sein. Heimatflughafen ist Dubai International.

Tuesday, April 11, 2006

Beruflich Fliegen leichtgemacht


Im Sommer 2002 war es ein Thema: was passiert mit Meilen, die Bundestagsabgeordnete im Rahmen ihrer Mandatstätigkeit gesammelt haben. Cem Özdemir und Gregor Gysi traten zurück - sie waren damit in den Urlaub geflogen.

Was bisher nur als political correctness unter Abgeordneten und Ministern wird nun Allgemeingut. Das Bundesarbeitsgericht hat nun entschieden, dass Meilen, die in Ausübung der beruflichen Tätigkeit gesammelt werden, auch dem Arbeitgeber zustehen. Dienstlich erworbene Bonusmeilen müssen demnach auch für dienstliche Zwecke eingesetzt werden ... soweit es der Arbeitgeber verlangt.

Lufthansa und Miles & More hat bislang eine Stellungnahme abgelehnt. Wie bereits 2002 verlautete jedoch, dass man dort das Bonusprogramm als Kundenbindungsprogramm sieht. Demnach sollen die Meilen dem Privatkonto gutgeschrieben werden.
In Zukunft kann es dann wohl passieren, dass jeder zwei Meilenkarten besitzt: eine dienstliche und eine private. Für Kreditkarten nicht unüblich.

Sunday, April 09, 2006

StarAlliance: Rückkehr zur Familie


Für South African Airways heißt es bereits zum zweiten Mal, Mitglied der Star Alliance Familie zu werden. Nachdem swiss international in die den Lufthansa-Konzern integriert wurde, wird auch swiss Teil der Star Alliance. SAA war nach dem Erwerb durch Swissair aus der Star Alliance ausgeschieden.

Nachdem das Chief Executive Board der Star Alliance seine Zustimmung zur Aufnahme beider Airlines gegeben, rundet das weltweit größte Airline-Netzwerk sein Streckennetz ab und ist nunmehr auch auf dem afrikanischen Kontinent rundum vertreten. Passagiere erreichen damit ohne lästigen Neucheckin problemlos ihre Zieldestinations.

Mehr zur Star Alliance: News Link April 2006

Saturday, April 08, 2006

Ring Ring on Board


Glaubt man Spiegel online so wird es zukünftig nur noch eine handyfreie Zone geben: die Tiefsee. Forscher arbeiten mit Hochdruck daran, das bisherige Handyaus in Flugzeugen zu überwinden und so dafür zu sorgen, dass künftig nach den Services jeder unbedingt seine Lieben zu Hause anrufen und von dem leckeren Essen berichten muss. Zukünftig wird es wohl dann auch regelmässig im Flugzeug klingeln und dies dann nicht der Ruf nach der Stewardess, sondern jemand wird gerade angerufen.

Schöne neue Zeit? Eigentlich nicht. Bereits jetzt ist es eher störend, wenn in der S-Bahn oder an anderen öffentlichen Orten jemand dem gesamten Umfeld von seinen wichtigsten persönlichen Problemen, dem neuesten Tratsch oder einfach den aktuellen Börsenkursen berichten musste. Dies soll also nun auch im Flugzeug künftig der Fall sein. Die Ruhezonen, die bisher existierten, sind damit entfallen.

Schöne neue Zeit?

Saturday, April 01, 2006

Wird BBI International doch noch gestoppt?


Kaum hat das Bundesverwaltungsgericht den Bau von Berlin Brandenburg International genehmigt, droht ausgerechnet von einem der wichtigsten Kunden neuer Ärger. Weil das oberste Leipziger Gericht in Sachen Recht gegen den Staat ein Nachtflugverbot verfügt hat, droht Air Berlin nun damit wieder auszusteigen.

Der Flugbetrieb sei aufgrund der Besonderheiten eines Ferienflieges nur mit Nachtbetrieb sinnvoll und so könnte aus Air Berlin rasch Air Leipzig werden.