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Tuesday, December 18, 2007

Frankfurts Flughafen: Freigabe zum Wachstum


Lange hat es gedauert, bis auch der Frankfurter Flughafen wachsen konnte. Es ist eine typisch deutsche Krankheit, dass Grossprojekte massiv bekämpft werden und sich grossartige Bürgerintiativen bilden.

Nun hat die hessische Landesregierung des Planfeststellungsbeschluss gefasst, dass die vierte Start- und Landebahn nun doch kommt. Mit dem Ausbau des Münchner Flughafens werden dabei zwei grosse Infrastrukturprojekte angegangen, die für den Standort Deutschland unerlässlich sind.
Man kann nur hoffen, dass FRAPORT damit auch übersichtlicher wird.


Dokumentation
Frankfurts Flughafen wird ausgebaut, ftd.de
Historischer Tag für Frankfurter Flughafen, sueddeutsche.de

Friday, November 23, 2007

Luftfahrt im Aufwind


In München soll sie gebaut werden, Frankfurt plant sie ebenfalls. Nun sieht auch London-Heathrow den Bedarf an einer dritten Start- und Landebahn. Europas größter Flughafen baut damit massiv seine Kapazitäten aus, nachdem er bereits jetzt aus allen Nähten platzt.


London ist das größte Drehkreuz von Europa nach Nordamerika und die dort beheimatete British Airways erwirtschaftet rund 40 Prozent ihres Umsatzes in eben jenem Geschäft. Bereits heute steht Heathrow am Rande seiner Kapazitäten und für ein Flughafen mit - absehbaren - fünf Terminals ist mit lediglich zwei Start- und Landebahnen etwas sehr knapp ausgestattet.
Dabei sieht die Zukunft recht gut aus. Air France / KLM hat bereits angekündigt, einen Teil ihrer Nordamerika-Flüge nach London zu verlagern. Das neue open sky-Abkommen macht es möglich. Auch andere Fluggesellschaften werden folgen und der British Airways damit erheblich Konkurrenz machen.
Die Londoner Flughafen-Landschaft ist dabei eine der interessantesten weltweit: U.S.-amerikanische Großstädte habe höchstens zwei bis drei Flughäfen, Paris weist mit drei Flughäfen einen europäischen Rekord aus. Nur Moskau besitzt vier Flughäfen, die sich untereinander einen harten Wettbewerb liefern. London hingegen hat fünf Flughäfen mit gewaltigen Kapazitäten:

London-Heathrow 67,3 Millionen Passagiere, 1.2 Millionen t Fracht und jährlich über 470.000 Flugbewegungen
London-Gatwick 34 Millionen Passagiere, 200.000 t Fracht und jährlich 255.000 Flugbewegungen
London-Luton 9,5 Millionen Passagiere, 20.000 t Fracht und jährlich 116.000 Flugbewegungen
London-Stansted 23,5 Millionen Passagiere, 230.000 t Fracht und jährlich 190.000 Flugbewegungen
London-City 2,3 Millionen Passagiere und jährlich 80.000 Flugbewegungen
Ein kleiner Vergleich zeigt, die überragende Bedeutung Londons im internationalen Flugverkehr:

Paris CDG 57 Millionen Passagiere, 1.8 Millionen t Fracht und 541.000 Flugbewegungen
Frankfurt 52,8 Millionen Passagiere, 2,0 Millionen t Fracht und 490.000 Flugbewegungen
München 33,5 Millionen Passagiere, 230.000 t Fracht und 411.000 Flugbewegungen.
Sowohl Frankfurt wie München sind derzeit ebenfalls dabei, eine dritte Start- und Landebahn zu konzipieren. Investitionen in den Luftverkehr sind damit hin. Die Golf-Staaten haben diesen Trend erkannt und bauen Flughäfen in Größenordnungen, mit denen europäische Airports auch nach Vollendung der derzeitigen Ausbaupläne nicht mithalten können. Wollen sie jedoch Anschluss halten, müssen sie weiter ihre Kapazitäten ausbauen oder sie werden ihre durchaus vorhandenen Standortvorteile verlieren.
Obwohl dies manchmal bezweifelt wird, sind diese Standortvorteile durchaus vorhanden. Die Investitionen der Golf-Staaten in ihrer Infrastruktur lassen sich nur durch den Flugverkehr zwischen Europa und Asien rechtfertigen. Dubai, Abu Dhabi und Doha fungieren können hier als Drehkreuze fungieren, direkte Fluge von Europa nach Asien sind jedoch immer noch zeit- und kosteneffizienter. Deshalb baut Lufthansa beispielsweise ihr Münchner Drehkreuz immer stärker auch in Richtung Asien aus und nutzt die long range-Destinationen ihrer Star Alliance-Partner zum Sprung auf den Pazifischen Ozean.

Will Europa also mithalten, müssen die Ausbaumaßnahmen flotter vorangehen. Die Airlines haben ihre Hausaufgaben gemacht, wie die Bestellungen auf den letzten Luftfahrtmessen gezeigt haben. Was fehlt, sind die Kapazitäten am Boden.

Wednesday, August 22, 2007

München nach Arabien

Der Münchner Flughafen wächst und wächst. Nach Dubai, Abu Dhabi und Doha wurde nun auch Al-Riyad and Jeddah in Saudi-Arabien durch Saudi Arabian Airlines an München angeboten.
Seit dem 21. August 2007 fliegt die saudische Staatslinie wöchentlich einmal je von Al-Riyad und Jeddah in die bayerische Metropole. Zur Anwendung kommen Boeing 777-200 mit einer Fluggastkapazität von 281 Plätzen.

Saudi Arabian Airlines unterstreicht damit den hervorragenden Ruf, den Bayern in den Golfstaaten besitzt.


Friday, September 29, 2006

New Gate to Asia - Bangkoks neuer Airport Suvarnabhumi

Wer kennt ihn nicht: Dan Muong International Airport in Bangkok. Wenn man landet, ist zwischen den beiden Start- und Landebahnen der Golfplatz des Militärs zu sehen und das Terminal strahlt den Charme eines sozialistischen Baus der 1970er Jahre aus.

Dies sollte anders werden. Thailand wächst und wächst und selbst nach dem Militärputsch vor zwei Wochen ist nicht zu erwarten, dass Boom Country Thailand etwas an seiner wirtschaftlichen Attraktivität einbüßt. Und deshalb wurde Suvarnabhumi gebaut. Ähnliche Planungszeiten wie dem besten europäischen Airport, aber: We are in Asia. Und da herrschen andere Zeitvorstellungen als im dristen Europa. Und Skandale und Planverzögerungen gibt es nicht nur in Asien, sondern auch in Deutschland, man denke nur an München Allianz Arena.

Thailand hat sich mit seinem neuen Airport ein Stück aus dem Kuchen geschnitten, welches Wachstum verspricht, Menschen anzieht und den weiteren Ausbau zu einem internationalen Hub neben Singapore und Hongkong ermöglicht. Bereits heute streiten sich die drei Airports um Passagierzahlen und ein Flughafen wie Dan Muong, der über seinen Grenzen operiert kann da nur schlecht mithalten.
Und für einen weiteren Global Player spielt stellt der neue Flughafen einen erheblichen Konkurrenzvorteil dar. Während OneWorld in der Regiong lediglich den Heimatflughafen von Cathay Pacific in Hongkong nutzen kann, baut Star Alliance zielstrebig sein weltweites Netz aus und verfügt mit Singapore (Base of Singapore Airlines) und Bangkok als Basis von Thai International über zwei leistungsfähige Drehkreuze mit besten Anbindungen in alle asiatischen Regionen und den Pacific.

Dann bleibt nur noch zu hoffen, dass der neue Flughafen auch einen Schub in Richtung Re-Demokratisierung bietet. Das Land des Lächelns wird es Danken.

Superlativ: Suvarnabhumi ist der größte und modernste Flughafen Asiens mit einem 132 Meter hohen Tower

Ab jetzt Vergangenheit: Der alte Airport Don Muang war wegen seiner Hässlichkeit berüchtigt

Chaos in der Ankunftshalle: Abholer blockieren den ohnehin engen Raum

"Es lebe der König": In Zeiten politischer Turbulenzen gilt Thailands Monarch vielen Menschen als Garant für Stabilität

Kulturschmuck: Riesige bunte Nachbildungen der Wächterfiguren und Dämonen aus der Tempelanlage des Königspalastes in Bangkok zieren die Ankunftshalle

Warteschlange für die Taxis: Am Eröffnungstag herrschte stellenweise Chaos

Der erste Tag: Check-in am Suvarnabhumi

Abheben in die Zukunft: Bangkok will zum zentralen Verkehrs-Drehkreuz in Südostasien werden. Doch die Konkurrenz ist groß

Mega-Projekt: Die Baukosten betrugen drei Milliarden Euro

Grün im "Goldenen Land": Teil des Terminal-Komplexes ist ein thailändischer Garten

Platz für die Massen: 51 Maschinen können gleichzeitig am Terminal andocken

Suvarnabhumi ist eine Schönheit: Der deutsche Architekt Helmut Jahn hat das Passagierterminal des neuen Flughafens von Bangkok aus Stahl, Glas und einem weißen Kunststoffzeltdach gestaltet

Wednesday, June 07, 2006

Airport der Spitzenklasse

Viele kennen ihn und wußten es schon. Nun hat das Wirtschaftsmagazin Capital es auch amtlich gemacht. Der Münchner Airport schneidet unter allen deutschen Flughäfen am besten ab. In einer Vergleichsstudie schnitt der am schnellsten wachsende deutsche Airport in allen 107 Kritierien hervorragend ab. Eines der Markenzeichen ist neben der Sicherheit auch die geringen Umsteigezeiten - allein Lufthansa wirbt mit einer Mindestumsteigezeit von lediglich 35 Minuten.

Am schlechtesten schnitten neben Hamburg und Hannover die Airports von Berlin ab. Ob hier ein Ausbau etwas verändert, dürfte fraglich sein.

Saturday, April 01, 2006

Wird BBI International doch noch gestoppt?


Kaum hat das Bundesverwaltungsgericht den Bau von Berlin Brandenburg International genehmigt, droht ausgerechnet von einem der wichtigsten Kunden neuer Ärger. Weil das oberste Leipziger Gericht in Sachen Recht gegen den Staat ein Nachtflugverbot verfügt hat, droht Air Berlin nun damit wieder auszusteigen.

Der Flugbetrieb sei aufgrund der Besonderheiten eines Ferienflieges nur mit Nachtbetrieb sinnvoll und so könnte aus Air Berlin rasch Air Leipzig werden.