
In der vergangenen Woche hatte Ryanair bekanntgegeben, dass durch die Zuschläge auf Gepäck ein hoher Gewinn eingefahren wurde. Dies scheint nun auch bei British Airways Begehrlichkeiten zu wecken: bringt jemand ab dem 13. Februar 2007 mehr als ein Gepäckstück zum Counter, wird er bei einem Langstreckenflug mit 240 Pfund umgehend zur Kasse gebeten. Bei Transatlantikflügen erreichen diese Preise locker die Kosten des eigentlichen Hin- und Rückfluges, nocheinmal 240 Pfund sind für den Rückflug des Gepäckstücks zu rechnen. Da gleichzeitig auch die Freigepäckgrenzen von 32 auf 24 Kilogramm herabgesetzt werden sollen, ist absehbar, dass sich gerade Ferienflieger auf massive Preissteigerung einlassen müssen oder am besten gleich die Fluggesellschaft wechseln.
British Airways kommt damit wiederholt zu einer verfehlten Strategieentscheidung. Hintergrund der Entscheidung dürften die Gewinnmargen von Ryanair sein, wobei jedoch von den BA-Verantwortlichen das unterschiedliche Segment übersehen wird. Während Ryanair ein reiner Billigflieger auf Europakurs ist, zählt British Airways zu einer der weltgrößten Premiumairlines. Ein weltweites Verbindungsnetz ist das Markenzeichen der royalen Fluglinie mit Sitz in Heathrow.
Auch wenn die BA-Verantwortlichen mit Flugstreiks, Sicherheitssperrungen und Unwettern massive Verluste hinnehmen mussten setzen sie hier jedoch auf die falsche Strategie. Denn sie zeichnen sich gerade dadurch aus, dass sie einen Premiumservice nicht nur auf dem Passagierdeck, sondern auch im Cargodeck anbieten können. Es sollte daher nicht verwundern, wenn die BA-Strategie dazu führt, dass auch diesmal wieder Kunden wegbleiben.
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