
Man könnte fast sagen: wie gewonnen, so zerronnen.
Vor einem Monat feierte die Star Alliance noch die Aufnahme ihrer neuen Mitglieder Swiss und South African Airways. Und Lufthansa und All Nippon Airways feiern Rekordgewinne und Konsolidierungserfolge. Und nachdem auch United seit Anfang des Jahres das Insolvenzverfahren beendet hatte, schien die weltgrößte Aviation Alliance auf einem guten Weg zu sein.
Damit würde für die Star Alliance der südamerikanische Markt faktisch wegbrechen. Mit Sao Paulo und Rio de Janeiro sind die Drehkreuze festgeschrieben und anderer Partner mit einer ähnlichen Stellung ist nicht in Sicht. Lan Chile ist bereits Mitglied beim Konkurrenznetzwerk One World. Ein Fokkusierung auf den brasilianischen Markt, wie sie das Varig-Management erwogen hat, würde daher auch nicht sehr viel bringen.
Problematisch bei Varig ist vor allem die starke Stellung der Mitarbeiter, die eine Sanierung seit Jahren behindern. Zu Lohnkürzungen sind sie nicht bereit und riskieren lieber ihren Arbeitsplatz insgesamt. Als United und U.S. Airways vor einigen Jahren in ähnlichen Problem steckten, griff Lufthansa noch unter die Arme. Die Rahmenbedingungen sind an der Copacapana jedoch aufgrund eben jener Probleme mit den Mitarbeitern anders gelagert, so dass sich Lufthansa derzeit eher zurückhalten dürfte. Varig droht sonst ein Fass ohne Boden zu werden und den erfolgreichen Lufthansa-Sanierungskurs zu gefährden.
Besser sieht es da bei
All Nippon Airways aus. Der japanische Zweig kann einen Rekordgewinn vorweisen. Während der Umsatz um 5,9 Prozent stieg, konnte der Gewinn um 14,2 Prozent gesteigert werden.Varig würde von solchen Zahlren wohl eher träumen.
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