
Dies war nicht unbedingt ein guter Tag für die internationale Luftfahrt. Drei Fluggesellschaften veröffentlichten ihre Quartalszahlen und dreimal waren sie nicht befriedigend. Das erstaunliche daran: alle drei Airline Networks waren betroffen.
Delta Airlines fliegt bereits seit geraumer Zeit zwar am Himmel, aber wirtschaftlich mit Verlusten. Als eine der big five im U.S.-Luftfahrtgewerbe hat sie sich in den vergangenen Jahren als eine von drei der ersten fünf in die Gruppe eingereiht, die ein Konkursverfahren beantragt haben. Während United und U.S. Airways zwischenzeitlich wieder ohne den Gläubigerschutz des U.S.-Konkursrechts agieren können, steht Delta erst am Anfang einer langen Wegstrecke. Der Verkauf von Tochtergesellschaften brachte zwar Geld in die Kasse, die hohen Treibstoffkosten frass sämtliche Bemühungen um eine Konsolidierung nahezu vollständig wieder auf. Nun ist es an Piloten und Kabinenmitarbeitern, Kosten zu sparen.
Die brasilianische Varig dagegen steht wohl endgültig vor dem Aus in ihrer heutigen Form. Im Gegensatz zu Delta haben sich bei der Varig die Mitarbeiter, die über einen Fond an der Fluggesellschaft
beteiligt ist, sich bislang einem Konsolidierungsbeitrag verweigert.Nun soll der operativen Teil abgespalten und von Schulden freigestellt werden. Die Frage ist jedoch, ob einerseits der Markenname "Varig" erhalten bleibt und andererseits das internationale Streckennetz weiter bedient wird. Zwar soll - wird der neue Eigentümer diese nicht übernehmen wollen - das internationale Netz von dem übriggebliebenen Teil mit Altschulden zunächst weiterbetrieben werden. Wie lange ist jedoch unklar, da dann immer noch das Finanzierungsproblem ungelöst ist.
Als Mitglied der Star Alliance hat Varig bislang den Zugang zum südamerikanischen Markt gesichert. Bislang haben sich jedoch die dort zusammengeschlossenen Partnergesellschaften nicht entschließen können, der brasilianischen Linie unter die Arme zu greifen.
Nicht in der Existenz bedroht ist hingegen Singapore Airlines. Die von der Marktka
pitalisierung her zweitgrößte Airline der Welt hat jedoch wie alle anderen Mitbewerber ebenso mit steigenden Treibstoffkosten zu kämpfen, die auf das Jahresergebnis geschlagen haben.57,5 Prozent mehr mußte die Fluggesellschaft 2005 für Treibstoffe ausgeben. Insgesamt ging der Gewinn dadurch um 8,3 Prozent auf 1,24 Milliarden S$ zurück.
No comments:
Post a Comment