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Thursday, October 25, 2007

König der Lüfte

37 Jahre, 9 Monate und 4 Tage nach dem Jungfernflug des B 747-Jumbo gab es eine neue Premiere: Um 8.00 Uhr Singapore Time hob Flug SQ 380 vom Changi Airport in Richtung Sidney ab und begann die kommerzielle Luftfahrt des neuen Königs der Lüfte.



Auf dem siebenstündigen Flug werden Passagiere sitzen, die ihren Flug in einer Online-Auktion ersteigert haben. Für den Sitz 1A gab ein Brite allein 100.000 $ aus. Verwöhnt werden sie auf diesem ersten Flug von zwei Spitzenköchen aus Singapore und Sydney mit Kavier und Entenbrust.
Singapore Airlines hat sich für den neuen König der Lüfte gestalterisch einiges einfallen lassen. Die First Class ist mit eigenen Zimmerchen für jeden Passagier ausgestattet, quasi das Hotel zum Flug. Aber auch die Business and Economy Class lassen mehr Beinfreiheit als sonst. Man darf gespannt sein, welche Ideen die anderen Airlines haben, die nach und nach ihre A 380 ausgeliefert bekommen. Auch Emirates, der nächste Kandidat für die Auslieferung, wird sich sicher nicht scheuen, edel und schick zu sein.

Tuesday, January 02, 2007

Strategie: Modellpflege bei Boeing und Airbus


Die Flugzeugindustrie war im letzten Jahr in die Schlagzeilen geraden wir nur selten in den vergangenen Jahren. Furore machten die Modellpolitik der beiden grossen Anbieter Boeing und Airbus, aber noch mehr die Auslieferungsprobleme von Airbus´ neuem Supervogel A 380.

Geschäftspolitik
Während Airbus seinen Konkurrenten aus Seattle bei den Auslieferungen noch übertrumpfen konnte, sehen die Zukunftsaussichten für Boeing (scheinbar) rosiger aus. Denn der U.S.-amerikanische Produzent erreichte erstmals seit Jahren eine höhere Zahl an Neubestellungen. Für Airbus bedeutete es einen herben Rückschlag, als einer seiner wichtigsten Kunden, Lufthansa, bekanntgab, seine Modellauswahl um den neuen B747-800 erweiterte. Auch wenn dies von Lufthansa nie behauptet wurde so wurde doch hierin ein Vertrauensverlust in Airbus und die pünktliche Auslieferung des zukünftigen Flagschiffes A380 gesehen.
Die massiven Schwierigkeiten sowohl mit dem A380 wie dem A350 machten es erforderlich, "Power 8" aufzulegen. Bereits aus politischen Gründen scheiden Werksschließungen aus, aber die Kosten für die Zulieferer sollen gesenkt werden. Die verbleibenden Zulieferer werden stärker in den geschäftlichen Erfolgs- und eben auch Risikoprozess einbezogen. Erste Überlegungen an Qualität und Material zu sparen scheinen damit vom Tisch zu sein. Ein Weg der zwar Einsparungen gebracht hätte, aber eben auch langfristig neue Probleme mit den Kunden aufgeworfen hätte. Ziel ist jedoch, weitere Verzögerungen, die Airbus wohl insgesamt rund 4 Milliarden € kosten werden, zu vermeiden und sowohl A380 wie A350 fristgemäß auszuliefern.
Und Airbus geriet auch in personelle Schwierigkeiten. Nach nur wenigen Monaten musste der Co-Vorsitzende Christian Streiff bereits wieder und wurde durch Louis Gallois ersetzt, der gleichzeitig der Mutter EADS vorsteht. Tom Enders, deutscher Co-Chairman blieb, beide streiten aber weiterhin um den tatsächlichen Pilotensitz. Gleichzeitig wurde Power8 durch die Berufung seines Entwicklers Harald Wilhelm in den EADS-Vorstand gestärkt.

Und Boeing? Auch hier gab es einen personellen Wechsel. Neue Besen kehren gut und eine der ersten Maßnahmen war, die Verkaufsprozesse sauber zu gestalten. Aber ansonsten war Boeing in ruhigen Fahrwassern und konnte die Unternehmenspolitik in ruhigen Fahrwassern geleiten. Einziger Wehrmutstropfen war wohl, dass der schärfte Konkurrenz erstmals in den amerikanischen Verteidigungsmarkt eindringen konnte und das Pentagon Helicopter bei den Europäern bestellte.


Modellpolitik
Was nicht ist kann noch werden. Beide Konkurrenten streben auf den dünnen Markt der Großraumflugzeuge. Boeing´s neuestes Produkt B777 ist noch nie so alt und doch war Boeing gezwungen, auf den A380 zu reagieren. Die B747-800, zu deren Erstkunden nun Lufthansa zählt, ist eine solche, die zwar die hohen Entwicklungskosten eines komplett neuen Flugzeuges vermeidet, gleichzeitig technische Weiterentwicklung wie elektronische Steuerung und Verbundwerkstoffe integriert. Boeing kommt damit auch weit an die Kapazität des A380 heran und dies wohl nahezu zeitgleich mit dem direkten Konkurrenten.
Die Flugzeugschmiede in Seattle hat jedoch die Chance genutzt, ein komplett neues Flug, den Dreamliner B787, auf die Beine zu stellen. Mit durchschnittlich 300 Sitzplätzen stellt er ein Mittelsegment dar und soll den Bedarf nach Punkt-zu-Punkt-Flügen abseits der großen Drehkreuze im Langstreckenverkehr ermöglichen. Während B747-800 und A380 somit vor allem zwischen den Drehkreuzen und bedeutenden Strecken zum Einsatz kommen wird, können mit dem Dreamliner B787 gerade Geschäftskunden besser bedient werden.
Die europäische Werft war gezwungen zur reagieren und geriet mit dem Konkurrenten A350 wieder in Turbulenzen. Die Erstpräsentation stieß auf komplette Ablehnung der Kunden, wenn auch Qatar Airways bereits rund 50 Stück bestellte. Für 10 Milliarden € ist nun eine komplett neue Version zu erstellen, der Zeitplan ist nicht mehr haltbar und Boeing ist Airbus wieder einen Schritt voraus.

In einem Punkt scheint Airbus jedoch die Nase auf jeden Fall die Nase vorne zu haben: Mit dem A380 hat Airbus ein neues Spielzeug für die Ölscheichs und Superreichen erschaffen. Bei Lufthansa Technik, dem führenden Anbieter für Umbauten zur Luxuslimousinen unter den Flugzeugen, werden bereits Pläne geschmiedet, wie dieses Segment befriedigt werden kann. Für das notwendige Kleingeld wird werden die Werbeprospekte vom fliegenden Wirlpool Wirklichkeit und lösen die B747 als Königin des fliegenden Luxus ab. Das Boeing hier nachzieht ist wohl eher unwahrscheinlich, ist der Markt doch zu eng und würde die Entwicklungskosten nicht wieder einbringen.


Konkurrenten
Die großen Zukunftsmärkte sind nicht Europa oder Amerika, sondern China, Rußland und Indien. Riesige Bevölkerungsmassen müssen über grosse Distanzen bewegt werden und dies zu einem günstigen Preis.
Die Staaten wollen das Geschäft den europäischen und U.S.-Konkurrenten nicht allein überlassen. Airbus hat deshalb bereits einen Teil der Forschung & Entwicklung nach China ausgelagert, eine Produktionsstätte speziell für den asiatischen Markt soll folgen.


Quelle:
Flugzeughersteller: Behutsame Modellpflege, ftd.de 30.12.2006

Wednesday, December 06, 2006

Boing versus Airbus


Man könnte es fast schon als annus horribile für Airbus bezeichnen: zunächst die Probleme mit dem A 380 und der massiv verzögerten Auslieferung. Dann die Antwort auf Boeings Dreamliner, den A 350 der auf Anforderung der potentiellen Kunden komplett neu gestaltet werden musste und damit auch erst mit Verzögerung in den Liniendienst überführt werden kann. Und nun wird Airbus auch noch der treueste Kunde - Lufthansa - untreu. Die Premium-Airline will anstatt einer höheren Stückzahl des A 380 ihre Modellpolitik wieder erweitern und 20 Boeing 747-800, die Erweiterung der B 747-400, in das Portfolio aufnehmen.

Lufthansa hatte seine Flotte in den letzten zwei Jahrzehnten Stück für Stück auf die Airbus-Modelle konsolidiert und damit die Modellvielfalt deutlich reduziert. Ziel war es, die Kosten durch Konzentration zu reduzieren. Und Lufthansa half damit Airbus ein ganzes Stück zu einem Erfolgsmodell zu werden. Es ist damit schon fast ein Paradigmenwechsel, wenn die deutsche Airline ihre Produktpalette erweitert. Zwar stellt die B 747-800 mit 470 Sitzplätzen eine sinnvolle Ergänzung im Schritt zum A 380 mit 550 Sitzpolätzen dar. So gross ist der Sprung jedoch nicht und so muss wohl doch ein gehöriges Stück Skepsis bei dem LH-Management mitspielen. Das Warten auf den A 380 hat ein Ende und die Flotte in den großen Langstreckenflugzeugen ist bei Lufthansa zwar nicht alt, jedoch im Rahmen der Firmenpolitik erneuerungsbedürftig. Eine weitere Verzögerung des A 380 ist damit nicht mehr hinnehmbar.
Lufthansa nimmt damit bewußt höhere Wartungskosten in Kauf, um ein langfristiges massives Geschäftsrisiko zu vermeiden. Die demonstrative Galanz beim Airbus-Management sollte daher auch hinterfragt werden, ernsthafte Sorgen wären es wert.

SPON: Lufthansa will 20 Boeing-Maschinen kaufen
SPON: Lufthansa bestellt 20 Boeing-Flugzeuge
sueddeutsche.de: Treuer Kunde wird abtrünning

Friday, December 01, 2006

A380 am Ende der Weltreise

Es war gedacht als Triumphzug um die Welt. Die Nachrichten aus Toulouse haben die Aufmerksamkeit jedoch auf die wirtschaftlichen Probleme gelenkt. Und dennoch wurde der A 380 überall begeistert empfangen. Noch nie in der Geschichte der Luftfahrt wurde ein Flugzeug mit soviel Pomp und Clamour gefeiert.

Und dennoch: dem A 380 steht nun nichts mehr im Wege. Auch wenn die erste Maschine noch nicht ausgeliefert ist und Airbus mit erheblichen Problemen zu kämpfen hat: der technischen Zulassung steht nun nichts mehr im Wege. Und irgendwann in den nächsten Jahren wird auch jeder die Möglichkeit nutzen können, den Traum des Fliegens auf zwei Decks genießen zu können.

Thursday, November 30, 2006

Australische Schaulustige beobachten den Flieger: Egal, wo der A380 landete - er sorgte immer für Aufsehen.

Airbus-Piloten Frank Chapman und Guy Magrin kurz vor dem Endspurt der Testflüge: Eine "sehr schöne und leise Maschine", lobte ein anderer Pilot den Riesenflieger.

Der A380 in Vancouver: Die größte Passagiermaschien der Welt.

Der A380 im Landeanflug auf den Flughafen Peking: Auch in China musste die Praxistauglichkeit des europäischen Riesenfliegers getestet werden.

Der südafrikanische Transportminister Jeff Radebe im A380: Heute beendete der Flieger seine Weltreise.

Der Airbus-China-Präsident Laurence Barron (in der Mitte links) mit dem A380-Pilot Guy Magrin (in der Mitte rechts) und zwei Flugbegleiterinnen.

Nach Landungen in den wichtigsten asiatischen Flughäfen flog die Maschine weiter nach Südafrika.

Besucherandrang am Flughafen: Getestet wurde etwa, ob die Kapazitäten für Be- und Entladung und die Wartung des 555-Plätzefliegers am Flughafen ausreichen.

Chinesischer Soldat vor dem A380: Die Zulassung soll auch in China bis Ende des Jahres erfolgen.

Wednesday, October 04, 2006

Boeing könnte die A380-Lücke füllen
Emirates erwägt Modellwechsel / Singapore Airlines enttäuscht

noa./che. FRANKFURT/SINGAPUR, 4. Oktober. Die neuerliche, dritte Verzögerung der Auslieferung des Großraumflugzeuges A380 von Airbus bringt einige der 16 Fluggesellschaften in Bedrängnis. Nachdem EADS am Sonntag bestätigt hat, daß sich die Auslieferung durchschnittlich bis zu einem Jahr verzögert (F.A.Z. vom 30. September), prüfen daher einige Fluggesellschaften andere Optionen.

Wohl am massivsten beeinträchtigt die Verspätung die arabische Fluggesellschaft Emirates, die mit 43 Bestellungen für die Passagierversion der größte Abnehmer des A380 ist. Mit dem späteren Zugang der Maschinen werden die ehrgeizigen Wachstumspläne der Fluglinie beeinträchtigt. Besonders schwer wiegt, daß die Flugzeuge im Asien-Pazifik-Verkehr eingesetzt werden sollten, dem Wachstumsmarkt der Weltluftfahrt. Deshalb ist es verständlich, daß Tim Clark, Präsident von Emirates Airlines, angekündigt hat, alle Optionen zu prüfen. Da die erste Maschine nun erst im August 2008 zu Emirates kommt, spricht er "von einem erheblichen Einfluß auf das Wachstum" des Unternehmens. Emirates erwägt nun, auf andere Modelle auszuweichen. Mit der weiteren Verzögerung der Auslieferung des A380 werden auch das Image und die Glaubwürdigkeit von Singapore Airlines (SIA) beschädigt. Denn seit Jahren wirbt die Fluggesellschaft des Stadtstaates unter dem Kampagnentitel "First to Fly" damit, das Modell als erste einzusetzen. Das wird zwar so bleiben - aber eben Jahre später als erwartet, und immer wieder hinausgeschoben. Auf der SIA-Werbe-Website für den A380 war am Mittwoch von den schlechten Nachrichten noch nichts zu lesen. Die Fluggesellschaft aber erklärte, sie werde von Airbus entsprechend den Verträgen entschädigt werden. Die Singapurer haben zehn feste Bestellungen und neun Optionen. "Die Verspätungen sind enttäuschend. Wir prüfen die Auswirkungen auf unser Wachstum und Möglichkeiten, diese zu lindern", heißt es in einer Mitteilung.

Konkreter wird Qantas Airways Ltd. Die Australier wollen nun "alle Optionen" prüfen - das heißt im Zweifelsfall auch eine Abbestellung ihrer zwölf A380. Ursprünglich hätte die erste Maschine in diesem Monat an sie ausgeliefert werden sollen. Nun dürften die ersten vier Maschinen Ende 2008, die weiteren Mitte 2009 geliefert werden. "Einige waren als Ersatz für ausgemusterte Flugzeuge gedacht, andere, um unser Wachstum im Passagieraufkommen zu bedienen", hieß es am Mittwoch bei Qantas. Für die erste Verzögerung hatten die Australier eine Ausgleichszahlung von 104 Millionen australischen Dollar (61 Millionen Euro) erhalten. Nun wollen sie über die Höhe weiterer Entschädigungen verhandeln. Über eine Kompensation will auch Thai Airways International mit dem europäischen Konsortium sprechen. Die Thais sollten ab 2009 sechs Maschinen bekommen. Die Verluste schreibende Malaysian Airline System Bhd. sollte die neuerliche Verzögerung nutzen, ihre Bestellung von sechs A380 zu streichen, forderte unterdessen deren Gewerkschaftssekretär Mustafar Maarof. Analysten sagten, die Verzögerung biete der malaysischen Fluglinie eine letztlich willkommene Atempause, in der sie sich restrukturieren könne.

Auch die Lufthansa wird ihr erstes Flugzeug vom Typ A380 erst ein Jahr später und damit im Sommer 2009 erhalten, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. "Dies ist natürlich eine deutlich stärkere Verzögerung als erwartet, aber wir sind trotzdem weiterhin vom Erfolg des A380 überzeugt." Doch zu Kapazitätsengpässen wird es bei der Fluglinie nicht kommen. Am 20. September hatte die Lufthansa fünf A330 mit je 220 Sitzen bestellt. Sie sollen im ersten Quartal 2008 die Flotte erweitern. Noch in diesem Jahr wird eine weitere Entscheidung über den Kauf von Langstreckenflugzeugen fallen. Ob dies die neue Boeing 747-8, die von 2010 an kommen soll, einschließt, ist nicht ganz unwahrscheinlich.


Text: F.A.Z., 05.10.2006, Nr. 231 / Seite 17

Sunday, May 21, 2006


Airbus kommt immer weiter in Verzug. Auf der Berliner Internationalen Luftfahrtausstellung wurde er in der vergangenen Woche zwar gefeiert. Aber eigentlich sollte der A380 schon an die ersten Airlines Emirates und Singapore Airlines ausgeliefert sein. Dennoch hat Airbus dem Jumbo von Boeing B 747 den Rang als größtes Flugzeug der Welt abgenommen und im Herbst wird er in den Liniendienst gehen.

Anders sieht es bei einem weiteren Prestigeprojekt von Airbus aus. Mit dem A350 sollte dem Dreamliner von Boeing B787 Konkurrenz gemacht werden. Während Boeing diesen Vogel bereits 2008 ausliefern will, hatte Airbus bislang 2010 avisiert und von Qatar Airways auch bereits 60 Bestellungen in den Büchern stehen gehabt.
Nun muss Airbus reagieren. Die Airlines hatten kritisiert, das Langstreckenflugzeug sei zu klein und im Verbrauch zu teuer. Und deshalb soll es nun einen Komplett-Review geben. Dies verzögert die Auslieferung, aber niemand will die sprichwörtliche Katze im Sack kaufen. Und deshalb stellt sich Qatar die Frage, ob sie den A350 überhaupt noch wollen - zumindest in der Anzahl und zu dem Preis.

Airbus muss sich also bemühen, mehr auf die Kundenwünsch einzugehen. Auch Pünktlichkeit und Planungssicherheit ist gefragt.

Wednesday, May 10, 2006

Dreamliner auch bei Airbus


Airbus ist derzeit vor allem in den Schlagzeilen, weil es seinen Supervogel A 380 vor dem Roll out für den Markt hat. Dieser ist zwischenzeitlich nicht mehr zu stoppen, auch wenn er später erfolgt als ursprünglich geplant.

Und trotzdem muss Airbus schon weiter denken, denn Boeing als schärfster Konkurrent plant einen bereits ebenso wie der A 380 nachgefragten Dreamliner. Der ist zwar kleiner, aber passt ebenso in das Konzept. Er ist kleiner und verbraucht weniger Treibstoff.

Und deshalb hat nun auch Airbus beschlossen, seine Familie zu optimieren. Auf Druck der Airlines soll der A 350, bereits seit längerem entwickelt und eigentlich vor dem Roll out stand, wird nun noch einmal auf das Reisbrett zurück beordert. Er soll leichter und damit auch sparsamer werden.
Konkurrenz belebt also doch das Geschäft.

Tuesday, May 09, 2006

Auch das A380-Klo läuft einwandfrei


Die Auslieferung des ersten A 380 an Singapore Airlines rückt immer näher und da wird es Zeit, dass auch die Innenausstattung in Hamburg getestet wird. Mit dem Evakuierungstest war bereits eine der wichtigen Zulassungsvoraussetzungen gelungen.

Nun galt es, die Funktionsfähigkeit so wichtiger Komponenten wie die Klimaanlage zu testen. Aber auch das Entertainment, heute ein durchaus bedeutender Kundenbindungsfaktor stand auf dem Prüfstand.

Am Boden hat der Supervogel den Test bestanden. Fehlt nur noch der Echttest in den Lüften - Airbus-spezifisch natürlich in Toulous.

Sunday, March 26, 2006

A380: Zulassung geschafft


Das gewagte Unterfangen ist nun geglückt: 897 wurden in 80 Sekunden durch AIRBUS evakuiert. Schummriges Licht, eine Cabine wie nach einem Langstreckenflug - wer mal geflogen ist, kennt dies.

AIRBUS hat es geschafft. Obwohl im Vorfeld selbst vom eigenen Management die Erwartungen an den Test gedämpft worden waren, wurde dennoch alles daran gesetzt, gleich beim ersten Mal die letzte noch bestehende Hürde zur Verkehrszulassung zu meistern. Und die Hamburger haben es geschafft und nun stehen dem neuen "König der Lüfte" also die Toren zur Welt offen.

Der ersten Auslieferung an Singapore Airlines im Herbst diesen Jahres steht also nichts mehr im Wege. Trotz dieses aussichtsreichen Jungfernfluges mit Passagieren stehen hat AIRBUS die Gewinnschwelle noch nicht erreicht. Die 12 Milliarden Euro an Entwicklungskosten werden erst bei ca. 300 verkauften Maschinen (Stückpreis 290 Millionen Euro) eingespielt sein. Noch sind nur 156 Bestellungen eingegangen und die tollkühnen Träume eines Badezimmers am Himmel oder eines Konferenzzentrums sind wohl eher Träume als Realität. Höchstens die arabischen Scheichs werden sich diesen Traum vielleicht leisten wollen, komfortabel zu reisen. Aber auch dort sind die Reisebudgets nicht mehr so übig ausgestattet. Deshalb braucht AIRBUS dringend auch den U.S.-Markt, der bisher weiter fest an BOEING gebunden ist.